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Geschichte des Jakobsweges

Beizeiten werde ich wohl noch eine Zusammenfassung zur Geschichte des Jakobsweges geben, aber auch historische Hintergrundinfos zu den wichtigsten Stationen auf dem Jakobsweg sowie über Santiago de Compostela und die Kathedrale bringen.

In der Zwischenzeit habe ich hier noch einen informativen Link dazu:

Geschichte zum Jakobsweg

Anfangs pilgerten hauptsächlich reiche Leute, Adlige und Regenten (sogar Karl der Große ist einmal den Jakobsweg gegangen) nach Santiago de Compostela, um seinen Segen zu bekommen oder sich ihre Sünden von ihm vergeben zu lassen. Einige der Herren haben auf dem Weg ihre Spuren hinterlassen, etwa indem sie dort eine Kirche oder ein anderes Bauwerk errichteten. Mehrere Orden wurden auf dem Jakobsweg gegründet und Klöster gebaut - so auch der Templerorden, ein von Rittermönchen gegründeter Orden, den es heute nicht mehr gibt. Eine Zeitlang schickte man auch diverse Strafgefangene zum Pilgern nach Santiago de Compostela, um Buße zu tun für ihre Taten.

So viele Menschen, wie einst über den Jakobsweg pilgerten, so viele unterschiedliche Geschichten und Legenden wird er wohl tragen, die sich um ihn ranken. Ein weiterer Aspekt, der seine Faszination ausmacht, wie ich finde.

Im Verlauf der Geschichte war der Jakobsweg nicht immer so sicher wie heute. Wegelagerer und Räuber waren oft keine Seltenheit. Von daher ist es kein Wunder, dass viele Pilger damals ihr Testament machten, bevor sie diese Reise antraten. Die Gefahr, nicht lebend zurückzukehren, war eben zu hoch. Auch zu Zeiten der Revolution, oder wenn gerade irgendwelche baskischen Rebellen Galizien unsicher machten, muss es wohl nicht gerade sicher dort gewesen sein; denn auch vor Pilgern schreckten diese oft genug nicht zurück. Zum Glück ist es heute nicht mehr so gefährlich.

Während früher fast ausschließlich aus religiösen Gründen gepilgert wurde, tritt heutzutage immer mehr - neben kulturellem Interesse - das Motiv der Selbstverwirklichung und Selbsterfahrung in den Vordergrund.

19.4.07 08:00
 
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